Wenn sich dein Leben leer anfühlt, obwohl alles „gut“ ist
Es gibt diese Phase, über die kaum jemand spricht.
Alles funktioniert. Dein Leben ist stabil. Vielleicht sogar schön.
Und trotzdem ist da diese Leere.
Kein Drama. Keine Krise. Nur ein stilles Nichts, das sich breitmacht.
Viele denken dann, etwas stimme nicht mit ihnen.
Dass sie undankbar sind. Oder kaputt.
Doch die Wahrheit ist eine andere.
Diese Leere ist oft kein Mangel.
Sie ist ein Übergang.
Wenn das Alte nicht mehr trägt, aber das Neue noch keinen Namen hat
Unser System ist klug.
Es löst sich nicht von etwas, solange es nichts Neues gibt, das sicher genug ist.
Also entsteht dieser Zwischenraum.
Du funktionierst noch.
Aber du identifizierst dich nicht mehr damit.
Du bist noch da.
Aber innerlich schon woanders.
Das fühlt sich leer an, weil Identität stirbt, bevor Sinn entsteht.
Warum diese Phase so unangenehm ist
Unser Nervensystem liebt Verlässlichkeit.
Selbst wenn sie uns nicht mehr nährt.
Wenn etwas innerlich endet, ohne dass äußerlich etwas beginnt, entsteht Unsicherheit.
Und die fühlt sich für viele wie Leere an.
Dabei passiert etwas sehr Reifes:
Dein System räumt auf.
Es zieht Energie zurück.
Es macht Platz.
Nicht für „mehr“.
Sondern für echter.
Was du in dieser Phase nicht tun solltest
- dich pushen
- neue Ziele erzwingen
- dich optimieren
- die Leere wegtun wollen
Das macht alles nur lauter, aber nicht klarer.
Leere ist kein Problem, das gelöst werden will.
Sie ist ein Raum, der gehalten werden will.
Was wirklich hilft
Langsamkeit.
Körperkontakt mit dir selbst.
Weniger Input, mehr Präsenz.
Und Menschen, bei denen du nichts erklären musst.
Diese Phase braucht Containment, nicht Aktion.
Wenn du ihr Raum gibst, beginnt sie sich zu füllen.
Nicht mit Lärm.
Mit Richtung.
Ein leiser Hinweis
Wenn du dich gerade in dieser Leere wiedererkennst, bist du nicht falsch.
Du bist zwischen zwei Wahrheiten.
Und das ist ein heiliger Ort, auch wenn er sich nicht so anfühlt.
Du musst nichts tun.
Nur bleiben.
